Montag, 14. Juni 2010

riesenkräfte.

In der ärmsten kleinen Geige liegt die Harmonie des Alls verborgen, Liegt ekstatisch tiefstes Stöhnen, Jauchzen süßen Schalls verborgen; In dem Stein am Wege liegt der Funke, der die Welt entzündet, Liegt die Wucht des fürchterlichen, blitzesgleichen Pralls verborgen. In dem Wort, dem abgegriffnen, liegt was mancher sinnend suchet: Eine Wahrheit, mit der Klarheit leuchtenden Kristalls verborgen … Lockt die Töne, sticht die Wahrheit, werft den Stein mit Riesenkräften! Unsern Blicken ist Vollkommnes seit dem Tag des Sündenfalls verborgen.
Hugo von Hofmannsthal

Bald schon werdet ihr neues von mir lesen. Ich trainiere bereits meine Finger.

Mittwoch, 28. April 2010

Mittwoch, 21. April 2010

das oder das - oder!

Erfolg im Leben zu haben bedeutet: viel zu lachen, die Liebe von Kindern zu gewinnen, den Verrat 
falscher Freunde zu ertragen, die Welt zu einem klein wenig besseren Ort zu machen, als sie es war, bevor wir in sie hineingeboren wurden, die gesellschaftlichen Verhältnisse in irgendeiner Beziehung verbessern oder einem Menschen dabei helfen, gesünder zu werden, zu wissen, dass ein Leben leichter atmet, seit du lebst, das ist Erfolg!
Ralph Waldo Emerson

Der Spruch ist aus meinem Miniatur-Erfolgsrezepte-Buch namens "Das kleine Erfolgsrezept".
Das habe ich mir irgendwann mal gekauft, obwohl man sowas ja sonst eigentlich immer nur geschenkt bekommt. Ich glaube aber das Buch bringt Glück, das habe ich von Anfang an gespürt. Sonst hätte ich es mir auch nicht gekauft. Glaube ich. Vielleicht fand ich es auch so gut weil es mit rotem Samt ummantelt ist.

Wieso ist es eigentlich so schwer, Entscheidungen zu treffen?
Wieso kann man sich nicht einfach entscheiden, ohne Angst vor einer falschen Entscheidung zu haben? Im Grunde weiß man doch sowieso erst, dass man falsch entschieden hat, wenn man sich schon falsch entschieden hat. Da gibts ja gar nichts vorauszusehen bei so Entscheidungen.
Man kann nur ja oder nein haben. Ja oder nein. Nein oder ja. Eins von beidem. Los entscheide dich. Bis morgen. Schreiben Sie mir eine Mail. Haha. Lustig. Nein. Ja. Nein, nicht lustig. So.
Nun habe ich hoffentlich ordentlich Verwirrung verbreitet. Immerhin, denn so bin ich nicht mehr alleine in meiner Verwirrung. Irre.

Mir ist kalt. Hier ist es kalt. Draußen Warm. Super. Aber draußen gibts keine Steckdosen für mein Eingabegerät. Das würde bedeuten: Wärme oder frieren. Wohl oder Unwohl. Referat oder Himmelblau.

Entscheidungen sind manchmal einfach nicht dazu da um getroffen zu werden. Manchmal entscheiden sich die Dinge auch von selbst. Ich setze drauf.

Mittwoch, 7. April 2010

1200 Stufen

Mit eigenen Füßen heut' bestiegen,
die Stufen, die im Westen liegen.

Ein Fuß ein Kopf -  ein klarer Kampf,
dem Bein bleibt nur der Wadenkrampf.

Der Kopf aber, der lässt nicht locker,
sucht stöhnend, ächzend Stuhl und Hocker

Schweißgebadet rauf und runter -
die Bäckchen werden immer bunter.

Lange wird es nicht mehr reichen,
muss bald schon anfangen zu schleichen.

"Schneller, schneller" ruft Frau Dreher -
sie isch fei a bessrer Geher!

Sobald man Oben angekommen,
die Welt sie wirkt noch ganz verschwommen

Frau Dreher gleich gen Abwärts springt,
von Weitem bereits wieder winkt.

Sechsmal ging es hin und her,
keine Stufe schaff ich mehr.

Nur ein Gutes hat der Marsch -
das Resultat: ei' knackischer Arsch.

Dienstag, 30. März 2010

i hate the world today

your so good to me i know but i can't change..
so viel dazu. ich höre swr3 - alanis morisette singt. ich höre - nur um missverständnissen aus dem weg zu gehen - nur swr3, weil ich darauf warte meinen beitrag zur GEZ-Werbung zu hören :-)

ich sitze in der hochschule. viel zu früh gekommen heute morgen, damit ich noch ein bisschen was erledigen kann. meistens ist das nicht so effizient hier, denn es ist immer wieder spannend die ganzen unterschiedlichen leute zu beobachten.
sie schmatzen, schwatzen, schlürfen, schlurfen. alle 5 minuten kommt eine putzfrau in lilafarbenen cloques und mit einem riesigen putzmobil vorbei und macht alles sauber. ich durfte heute morgen auch schon den bissigen duft des vor lauter dreck schreienden lappens auf diesem tisch genießen. auch meine füße habe ich einmal für die dame gehoben, damit sie schön ordentlich den boden wischen kann. viel sauberer ist der aber jetzt auch nicht, wenn ich mir das genauer ansehe. *duck*

momentan bereite ich mich ein wenig auf den dreh einer reportage über das sogenannte "performance hotel" in Stuttgart-Ost vor. ich nehme nämlich dieses semester am studentenfernsehen "stufe" teil. gemeinsam mit miri, sven und benni soll ein kurzer, lustiger beitrag entstehen. ich bin gespannt drauf. genügend material wird es auf jedenfall geben. der besitzer bzw "hausmeister" des hotels ist ein witziger koreanischer kunststudent. seine dozentin hat ihm den auftrag gegeben das haus, welches von der stadt für ein jahr zur verfügung gestellt wurde, zu behüten. dafür darf er umsonst dort leben und dachte sich - wenn ich hier umsonst leben darf, weil ich künstler bin, so möchte ich allen künstlern und performern ein dach über dem kopf schenken.
wen's interessiert, auf http://performancehotel.wordpress.com gibt es einiges darüber zu lesen und auch bilder von den bisherigen performances.

gleich habe ich projektmanagement. letzte woche war das sehr amüsant. wir durften einen turm aus lego bauen. da kamen bei so manchen von uns nostaligsche gefühle hoch und so wurde sich reichlich ausgetobt.

nun muss ich auch schon davonschreiten um pünktlich zu kommen. das wäre sehr dumm nachdem ich ja schon seit 8 Uhr hier hocke..

das gewissen

"Lärm ist ein geeignetes Mittel, die Stimme des Gewissens zu übertönen" Pearl S. Buck

eine spannende night-on-air-telefon-session hatte ich mit m. m. ist nämlich grade in fulda. in einem hotel. in einem viel zu großen bett. ohne das geliebte macbook, ohne einen elektronischen draht ins www ja selbst ohne begleitung. m ist alleine da. was kann es also schöneres geben als dass sich zwei, die alleine sind, über die telekommunikation gegenseitig unterhalten und amüsieren. musik haben wir gehört und uns dabei an alte zeiten erinnert. während ich die musik suche sitzt maria aufgebracht vor ihrem hotelfernseher und schaut sich blutrünstige boxschläge an. dann blutrünstige castingshows. m. singt und "k. brummt wieder". ich kann ja auch nichts für meine heiserkeit. heiterkeit through heiserkeit ist da eben die devise. so brumm ich eben und m. lacht. schön und gut. nu ist der akku alle. alle alle. ab in die falle.

(Dieser Eintrag ist vom 14.3.2010)

Freitag, 5. März 2010

soll ich?

köln war kool. ja genau: kool mit k. aber auch mit m. bei m. und a. herrliches wochenende. ein bisschen shoppen und ein bisschen mehr party. party mit einem sehr k.-typischen ende. denn natürlich sind wir morgens um 10 vor 8 in die falsche richtung gedüst mit der ubahn. dank k. also dank mir. aber war doch klar. wer vertraut denn auch bitte noch auf die spontanen geografischen ergüsse von k., noch dazu morgens um 10 vor 8 nach einer durchtanzten nacht? das ist eigentlich schon der strafe wert. so warteten wir also eine weile draußen und dann eine weile drinnen bis wir zu ein paar attentätern in die bahn steigen durften. höllenängste haben wir durchlebt, neben ein paar gruselig aussehenden männern in andersartigen kopfbedeckungen und mit einem riesigen koffer. wir haben es dann aber doch überlebt. sind früh genug ausgestiegen. und dann ging es ins bett. oder eben auf die luma. wie auch immer. 9 uhr wars. guten morgen!